Kinder und Sehen
Jedes gesunde Kind trägt die Anlage zu einem guten Sehen. Sehen muß aber, wie das Laufen oder das Sprechen, gelernt werden. Dies geschieht vom ersten Lebenstag an dadurch, daß das Gehirn von beiden Augen jeweils ein scharfes Bild erhält und so besonders in den ersten Lebensmonaten ständig trainiert wird.
Bestehen in den ersten Lebensmonaten und -jahren eines Kindes Sehhindernisse, wie zum Beispiel eine Fehlsichtigkeit oder ein Schielfehler, kann das Gehirn nicht richtig sehen lernen. In der Folge entsteht eine sogenannte Schwachsichtigkeit.
Da die Lernfähigkeit des kindlichen Sehzentrums ab dem 3. Lebensjahr abnimmt, kann bis dahin Versäumtes bereits im Schulalter nicht mehr nachgeholt werden, wodurch eine lebenslange Sehminderung erhalten bleibt.
Besonders Kinder mit einem guten und einem schlechten Auge tragen ein hohes Risiko einer Schwachsichtigkeit, da sie in der Familie und im Kindergarten völlig unauffällig erscheinen können.
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Wird die Ursache für eine Schwachsichtigkeit rechtzeitig entdeckt, kann in der Regel durch das Tragen einer Brille, bzw. das einseitige Abkleben eines Auges für einen bestimmten Zeitraum eine normale Sehschärfe wieder erreicht werden.
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Daher sollten auch alle unauffällig erscheinenden Kinder im Alter von 2-3 Jahren einem Augenarzt zur Vorsorgeuntersuchung, ggf. mit Durchführung einer Pupillenerweiterung, vorgestellt werden. Eine weitere Vorsorgeuntersuchung vor der Einschulung ist ebenso sinnvoll.
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